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Gunner Conrad. Einzelausstellung

Wir freuen uns sehr, das neue Jahr mit einer umfangreichen Einzelausstellung des Künstlers Gunnar Conrad zu eröffnen.

Eröffnung am 14. Februar 2026, 18–21 Uhr
Donaustraße 84, 12043 Berlin
Ausstellungsdauer: 15. Februar bis 6. März 2026

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Werken des Künstlers Gunnar Conrad aus den vergangenen zehn Jahren und gewährt Einblicke in ein über Jahrzehnte hinweg entstandenes, umfangreiches Œuvre. Präsentiert werden groß- und mittelformatige Arbeiten auf Leinwand, Tuch, Papier und Packpapier, in Acryl, Kohle sowie organischen Materialien.

Ein wesentlicher Aspekt in Conrads künstlerischem Schaffen ist die intensive Auseinandersetzung mit der Stofflichkeit. Diese versteht er nicht nur als Mittel der Darstellung, sondern als eigenständige Substanz mit physischer und zeitlicher Präsenz. Licht, Farbe und Form entwickeln sich im Arbeitsprozess und sind unmittelbar an dessen Bedingungen gebunden. Die körperliche und philosophische Empfindung des Ausgeliefertseins gegenüber einer überwältigenden Natur bildet einen wesentlichen Bezugspunkt für die Arbeitsweise des Künstlers.

Die Arbeiten entstehen aus einer fortwährenden Auseinandersetzung mit Materialität sowie den Themen Dauer und Vergänglichkeit. Bezüge zu historischen Ereignissen, zum zeitgenössischen Weltgeschehen sowie zu philosophischen und wissenschaftlichen Diskursen verflechten sich zu Inspirationsquellen. Die Umsetzung ist mal figürlich und mal abstrakt. Ordnungen und deren Zerfall manifestieren sich materialimmanent, etwa in sich wandelnder Materie sowie in sichtbaren Spuren von Entstehung, Veränderung und Erosion. Daraus ergibt sich eine ausgeprägte räumliche und skulpturale Präsenz der Arbeiten, die eine körperliche Wahrnehmung durch den Betrachter erfordert.

Niemals sind Gunnar Conrads Werke zerstörerisch oder brachial. Im Verlauf ihrer Erschaffung leihen sie sich vielmehr das Material vom Leben selbst und machen ein Versprechen in die Zukunft; Im Entstehen und Vergehen, im Gestern wie im Heute und auch wie im Morgen.

Gunnar Conrad (*1956) ist ein deutscher Maler. Er studierte Bildende Kunst und lebt und arbeitet in Berlin. Studien- und Arbeitsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Norwegen, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Litauen und in die Schweiz. Er ist künstlerischer Leiter des Artist-in-Residence-Programms PHYSIS – Ein europäisches Projekt.

Gunnar & Andrea Conrad, TRIPTYCHON Der Gefühlte Krieg, 2015, Drei-Kanal-Videoarbeit

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